About me

Ich freue mich, dass Sie sich Zeit nehmen meine Homepage zu besuchen. Herzlich willkommen auf der offiziellen Webseite von Judith Rumpf!

„3 Oscars, 4 Golden Globes und nur eine Goldene Himbeere für die missglückte Darstellung eines einbeinigen Riesen in Game of Thrones kann Judith Rumpf bis zum heutigen Tag verzeichnen.“ Was soll ich sagen, ich verlor als einbeiniger Riese ständig das Gleichgewicht, und meine Darstellung wurde als eher torkelnd anstelle geerdet interpretiert…

Aber was nicht ist, kann ja noch werden, – vielleicht klappt es ja noch mit einer Miss Marple Rolle!

Geboren in Wien, zog es mich nicht sofort ins Rampenlicht, im Gegenteil. Ich war ein eher schüchternes Kind, im Inneren versteckte sich aber schon immer ein kleiner Schelm.

Zum ersten Mal kam ich im Gymnasium mit einer Bühne in Berührung. Meine Lateinprofessorin hatte mich für die Hauptrolle eines Theaterstückes auf Latein auserkoren, um zu sehen ob da nicht noch mehr in mir steckt. Und siehe da, da war mehr! Sobald ich in eine andere Figur schlüpfen konnte, war jegliche Schüchternheit vergessen.

Sollten Sie also meine schauspielerische Leistung nicht mögen, wenden Sie sich bitte mit Ihrer Beschwerde direkt an meine ehemalige Lateinprofessorin unter: errare@humanum_est

Irren ist menschlich!

Ich war so begeistert von dem Nervenkitzel vor dem Auftritt, von den grellen Scheinwerferlampen, zum ersten Mal das Publikum zu spüren, dass ich am liebsten gar nicht mehr von der Bühne gegangen wäre.

Da es damals Google noch nicht gab, das sofort Antworten auf Fragen wie: „Wie werde ich Schauspielerin in Wien?“ auswarf, ging ich nach Absolvierung des Gymnasiums zum Theater in der Josefstadt und wandte mich mit genau dieser Frage, und einem kleinen Zusatz hoffnungsfroh an den Portier. Der kleine Zusatz war: „Was benötige ich um an diesem Theater sobald als möglich auf der Bühne stehen zu dürfen?“ Ein ziemlich entsetztes, aufgerissenes Augenpaar starrte mich ob meiner Frage ungläubig an. Doch siehe da, ich bekam Tipps und begann in einer kleinen Rolle als sechste Hofdame von links auf dieser professionellen Bühne zu stehen, grandios! Bald durfte ich mehr spielen, und nachdem mein mir selbst auferlegter Test mit dem Titel „Magst Du diesen Beruf in der Realität genauso?“ mit einem eindeutigen „Ja!“ beantwortet werden konnte, beschloss ich eine Schauspielschule zu besuchen.

Da war aber noch diese eine Person in meinem Leben, die auf meine künstlerischen Bestrebungen nicht ganz so begeistert reagiert hatte…

Doch als meine Mutter mich eines Tages mit einem unserer absoluten österreichischen Publikumslieblinge (Otto Schenk) im Biedermeierkleid auf der Bühne gesehen hatte, bekam ich auch von meiner härtesten Kritikerin das Ok. Allerdings mit dem Nachsatz: „Aber nur wenn Du zusätzlich auch etwas Ordentliches lernst!“ Da mich auch schon immer Sprachen begeisterten (ich spreche fließend Französisch und Englisch), wurde „das Ordentliche“ ein Germanistik-Französisch Studium an der Universität Wien, das ich ebenfalls erfolgreich bis zum Abschluss absolvierte.

Erhard Riedlsperger sah mich auf einem Demoband unserer Schauspielschule und gab mir die Chance in der TV-Serie „Kaisermühlen Blues“ meine erste TV-Rolle zu spielen. Da entfachte das nächste Feuer in mir: das authentische, feine Spiel vor der Kamera!

Eine meiner bis dato bereicherndsten Aufgaben war ein Jahr lang täglich für eine Produktion von PRO7 auf der wunderschönen Insel Mallorca drehen zu dürfen, – die übrigens mittlerweile zu meiner zweiten Heimat geworden ist. Über diesen doch längeren Zeitraum meine Identität mit einer Serienfigur zu teilen war eine absolut aufregende und tolle Aufgabe. Manchmal hörte ich gar nicht mehr auf meinen Geburtsnamen…Hier lernte ich wie der Pawlow’sche Hund bei den Worten „Und bitte!“ sofort zu funktionieren, – konnte Routine, absolute Disziplin und viele weitere in diesem Beruf so hilfreiche Tools erlernen. Danke an dieser Stelle noch einmal allen dafür verantwortlichen wunderbaren Menschen, die mir damals diese Rolle anvertraut hatten!

Schauspielerei ist, – aller Schwierigkeiten zum Trotz für mich noch immer mein Traumberuf. Man schlüpft in das Leben anderer Charaktere, und versucht ihnen mit all seinen Möglichkeiten Leben und Persönlichkeit einzuhauchen. Man entscheidet sich wie beim Kochen bei der Erarbeitung einer Figur für eine Prise von hier, und eine Prise von da, um dann am Tag der Premiere oder am Set nur noch die Person „zu sein“. Wir leben nicht nur unser eigenes Leben, sondern das vieler anderer. Und dürfen unsere Zuschauer in vergangene Zeiten, ferne Kontinente und Phantasiewelten entführen, und sie für ein paar Stunden aus ihrem Alltag und ihren Sorgen herausreißen. Genau dafür mache und liebe ich meinen Beruf!